3. Periode der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) sieht 200.000 Betriebsbesichtigungen vor – auch in der Gesteinsindustrie
Die 3. Periode der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) wurde am 26. und 27. Mai 2021 eröffnet. Das strategische Ziel lautet „Arbeit sicher und gesund gestalten – Prävention mit Hilfe der Gefährdungsbeurteilung“, die zugehörigen drei Schwerpunktthemen sind „Muskel-Skelett-Belastungen (MSB)“, „Psychische Belastungen“ und „Krebserzeugende Gefahrstoffe“. Im Rahmen der Überwachung und Beratung des betrieblichen Arbeitsschutzes vor Ort werden während der Laufzeit der 3. GDA-Periode (vier Jahre) insgesamt 200.000 Betriebsbesichtigungen mit Systembewertungen wie folgt durchgeführt:
• Betriebsauswahl: 150 000 Betriebe mit <250 Beschäftigten (ausgewählt nach gefährdungsorientierten Kriterien), 50 000 Betriebe mit 20-99 Beschäftigten (ausgewählt auf Zufallsbasis).
• Grunddatenbogen, der auf die Gefährdungsbeurteilung und die Arbeitsschutzorganisation abzielt
• Fachdatenbogen zu MSB, Psychische Belastungen und krebserzeugenden Gefahrstoffen
Da Quarz(fein)staub und Asbest explizit genannt sind (Liste der krebserzeugenden Gefahrstoffe), ist eine Befragung unserer Unternehmen nicht ausgeschlossen.
Der Fachdatenbogen zu krebserzeugenden Gefahrstoffen wird vermutlich erst noch in einer Pilotphase getestet, bevor zu diesem Arbeitsschwerpunkt ein „flächendeckender“ Einsatz erfolgt – eine Zeitschiene wurde noch nicht festgelegt.
Unternehmen sollten sich bereits jetzt mit dem GDA-Gefahrstoff-Check und den Grunddatenbogen vertraut machen, die bei den schriftlichen Befragungen und den Betriebsbesichtigungen eine Rolle spielen werden.
Sofern der BV MIRO konkretere Informationen erhält, wird MIRO uns mit Infos und Handlungsempfehlungen unterstützen.