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Deponieraum Hessen

Online-Info-Veranstaltung zur Schaffung von Deponieraum in Hessen

Am Dienstag, dem 24. Mai 2022, lud das Hessische Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die zuständigen Interessensverbände zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Möglichkeiten zur Schaffung von Deponieraum in Tagebaubetrieben“ in Hessen ein.

Der Abfallwirtschaftsplan Hessen 2021 stellt die vorhandenen Deponiekapazitäten unter Berücksichtigung geplanter Erweiterungen dem prognostizierten Bedarf gegenüber. Daraus wird abgeleitet, dass perspektivisch insbesondere für gering belastete mineralische Abfälle Deponiekapazitäten fehlen und geschaffen werden müssen. Deshalb hat das Ministerium ein Gutachten an die ICP Ingenieurgesellschaft mbH in Karlsruhe vergeben, das unter Berücksichtigung von Verwertungsmöglichkeiten landesweit das Potenzial zur Schaffung weiterer Ablagerungskapazitäten beleuchtet. Hierfür kommen nach Abbauende je nach Standorteigenschaften auch Tagebaubetriebe oder Teilflächen von diesen infrage. Für die betroffenen Betriebe ergibt sich daraus die Möglichkeit, ggf. Verfüllkosten einzusparen bzw. langfristig Einnahmen zu generieren, indem der Standort als Deponie weitergenutzt wird.

Den abfallwirtschaftlichen Bedarf und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten möchte das Ministerium gerne in das Interesse der Tagebaubetriebe in Hessen rücken.

Als Handreichung für eine erste Orientierung lässt das Ministerium in Zusammenarbeit mit ICP im Rahmen des Gutachtens eine Übersicht der infrage kommenden Deponieklassen hinsichtlich der rechtlichen, technischen und betrieblichen Voraussetzungen erstellen. Dieser Teil der Untersuchung befindet sich derzeit in der Schlussbearbeitung. Im Laufe des Jahres wird eine Zusammenstellung durchschnittlicher, relevanter Annahmepreise, Baukosten und Realisierungszeiten von Deponien hinzukommen.

Das Ministerium wird in naher Zukunft auf vero mit einem Anschreiben zukommen, welches an die Unternehmen weitergereicht wird. In diesem Schreiben wird das Interesse der Tagebaubetreiber abgefragt, Tagebaubetriebe am Ende der Gewinnungstätigkeiten zu Deponieraum umzuwandeln. Diesem Schreiben werden auch die erarbeiteten Steckbriefe beigefügt sein.

Die vorgestellte PP-Präsentation stellen wir Ihnen zur Verfügung.

Bei Rückfragen steht Ihnen Herr Alexander Groß (gross@baustoffverbaende.de oder 0151/20561852) zur Verfügung.