Gespräch mit LBEG-Präsident Carsten Mühlenmeier
Der vero-Landesvorstand und der vero-Hauptgeschäftsführer haben sich Anfang dieser Woche mit dem neuen Präsidenten des LBEG, Herrn Carsten Mühlenmeier, zu einem Informationsaustausch getroffen. Dabei wurde von beiden Seiten die seit Jahrzehnten bestehende enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit hervorgehoben und zugleich betont, dass dies auch in Zukunft weiterhin der Fall sein soll.
Diese Zusammenarbeit betrifft insbesondere die landesweiten Aktivitäten zur Rohstoffsicherung im Rahmen von Planungen, wie der Landes-, Regional-, Bauleit- und diverser Fachplanungen.
Von Seiten des Verbandes wurden die wichtigsten Themen angesprochen, etwa die Rohstoffknappheit, die mit der langen Dauer der Genehmigungsverfahren zusammenhängt und die dringende Notwendigkeit, genügend regional verfügbare Rohstofflagerstätten in der Regionalplanung auszuweisen. Der Verband betonte, dass so planerisch der Klimaschutz unterstützt werden könne, da dadurch Transportentfernungen verkürzt und somit Klimagase reduziert werden können.
Zudem wurden die derzeitigen Projekte des Verbandes im Rahmen des Arbeitskreises Fläche - zur Verminderung der Inanspruchnahme landwirtschaftlicher Flächen - sowie die gemeinsame politische Initiative mit dem Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen - zur Rohstoffsicherung und zur Sicherstellung der Deponiekapazität für mineralische Bauabfälle - angesprochen.
Die vom Verband erwähnten häufigen Informationsdefizite in der Öffentlichkeit über mineralische Rohstoffe und deren Bedeutung für Jedermann, wird von Herrn Präsident Mühlenmeier als ein wichtiger Punkt der bisherigen und der zukünftigen Arbeit des LBEG angesehen. Zum Thema Öffentlichkeitsarbeit erfolgte ein intensiver Erfahrungsaustausch zwischen Verband und LBEG.
In diesem Zusammenhang wurden seitens des Verbandes die Rohstoffsicherungsberichte des LBEG hervorgehoben, die für die Verbandsarbeit sehr wichtig und nützlich seien. Das LBEG betonte, dass man dankbar für dieses Feedback sei und bereits an der Neuausgabe arbeite. Dazu werde im kommenden Jahr die Befragung der Unternehmen wieder starten.
Zum Austausch von Geologie-Daten wurde vom LBEG vorgetragen, dass das LBEG gemäß dem Auftrag aus dem Gesetz über die Endlagersuche und dem neuen Geologie-Datengesetz (GeolDG) eine große Datenmenge an die Bundesgesellschaft zur Endlagersuche geliefert habe. Diese Daten wurden gemäß GeolDG kategorisiert und anschließend veröffentlicht. Das LBEG betonte, dass es sich nahezu ausschließlich um Daten der Erdöl-/Erdgasindustrie handelte. Die Datenkategorisierung beruht auf den Vorgaben des GeolDG, wonach in der Norm gem. § 3 nach sogenannten Nachweisdaten, Fachdaten und Bewertungsdaten unterschieden wird.
Derzeit ist das LBEG dabei, auch die Daten, die nicht für die Endlagersuche relevant sind, zu kategorisieren. Dies soll bis Jahresende abgeschlossen werden. Anschließend wird es zu dieser Kategorisierung eine öffentliche Anhörung in Form einer Internetanhörung geben.
Eine Verordnung über den zukünftigen Umgang mit den Geologie-Daten und deren Austausch mit dem LBEG wird kommen, sobald die technischen Vorbereitungen und die Datenkategorisierung abgeschlossen sind.