Am 4. Juli hatte vero die Gelegenheit zum Gespräch mit der Staatssekretärin im saarländischen Ministerium für Wirtschaft, Digitales, Innovation und Energie, Frau Elena Yorgova-Ramanauskas.
Neben dem vero-Hauptgeschäftsführer, Herr Raimo Benger, und dem Geschäftsführer Rohstoffe und Umwelt, Herrn Alexander Groß, war auch Frau Anja Schmeer, Geschäftsführerin der SCHMEER Sand + Kies GmbH, als saarländische Unternehmensvertreterin bei dem Gespräch mit vor Ort.
Inhalt des Gesprächs, an dem auch Vertreterinnen und Vertreter des Ministeriums und des saarländischen Oberbergamtes teilnahmen, waren u. a. die Fortschreibung des Landesentwicklungsplans (LEP). Der aktuell gültige Landesentwicklungsplan, Teilabschnitt Umwelt, in dem die Rohstoffversorgung enthalten ist, stammt vom Juli 2004. Das bedeutet, dass für unsere Mitgliedsunternehmen viele Flächen der Rohstoffgewinnung nicht mehr zur Verfügung stehen, aus den folgenden Gründen:
Die gesicherten Flächen sind bereits ausgesteint, Erweiterungsflächen am Standort stehen nicht zur Verfügung. Die Flächen sind anderweitig überplant (Neubau- oder Gewerbegebiete der kommunalen Entwicklung) und stehen somit für eine Rohstoffgewinnung gar nicht mehr zur Verfügung. Rohstoffgeologische Erkundungen der Unternehmen haben ergeben, dass die gesicherten Flächen unwirtschaftlich für eine Nutzung sind, es aber andere Flächen gibt, die besser für eine Rohstoffgewinnung geeignet sind. Diese sind aber nicht im LEP gesichert.
Diese genannten Umstände führen dazu, dass unsere Mitgliedsunternehmen nun auf die Fortschreibung des integrierten Landesentwicklungsplans und der damit verbundenen Ausweisung neuer Vorrangflächen für die Rohstoffgewinnung dringend angewiesen sind. Der Landesentwicklungsplan ist eine verlässliche Rahmenbedingung für unseren Wirtschaftszweig, denn nur Flächen, die im Landesentwicklungsplan als Vorranggebiete für die Rohstoffgewinnung ausgewiesen sind, bieten eine verlässliche Grundlage für die Planungen unserer Mitgliedsunternehmen.