Impulspapier "Regionaler Rohstoffabbau in Hessen
Rund fünfzig Prozent der in Hessen eingesetzten mineralischen Rohstoffe werden aktuell regional gewonnen. Den Bedarf aus heimischen Vorkommen über kurze Transportwege zu decken, ist nicht nur ein wirtschaftlicher Vorteil. Auch unter ökologischen Gesichtspunkten ist es vorteilhaft, die Rohstoffnachfrage für die Bau- und Verkehrsbranche direkt aus der Region zu bedienen.
Politik und Verwaltung sind daher aufgefordert, den Zugang zu den vorhandenen Rohstofflagerstätten langfristig zu gewährleisten. Dafür müssen die Standorte planerisch festgelegt und dauerhaft die Nutzungen freigehalten werden.
Durch die langfristige Sicherung der Flächen für die Rohstoffgewinnung lassen sich Flächennutzungskonkurrenzen verhindern. Zudem müssen die Genehmigungsverfahren vereinfacht und beschleunigt werden. Genehmigungsverfahren für die Rohstoffgewinnung können bis zu 15 Jahren dauern.
Politik und Wirtschaft sollten außerdem gemeinsam das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Notwendigkeit regionaler Rohstoffgewinnung stärken und die wirtschaftliche Bedeutung der Rohstoffbranche nach außen kommunizieren. Einmal ausgehandelte Entscheidungen sollten von den Akteuren auf allen Ebenen mitgetragen und eingehalten werden.
Der Hessische Industrie- und Handelskammertag hat dazu ein Impulspapier erstellt.