Kennen Sie das Wasserstraßen Neubauamt Nord-Ostsee-Kanal?
Der Nord-Ostsee-Kanal hat jetzt ein eigenes Neubauamt – der Bund erhofft sich dadurch Synergien und mehr Zug in die Modernisierung der als „Kiel Canal“ bekannten 98,6 Kilometer langen internationalen Wasserstraße in Schleswig-Holstein zu bekommen.
Jan Christian Janßen hat die Möglichkeit ergriffen und bei einem Besuch auf der Holtenauer Schleuseninsel unseren Verband vorgestellt und dabei im Gespräch mit dem Leiter Herrn Meesenburg einen Eindruck von der Arbeit des Amtes erhalten:
Die neue Behörde mit 80 Mitarbeitern koordiniert von Kiel aus alle Investitionsprojekte zwischen Holtenau und Brunsbüttel, diese ist aus einer 2008 gegründeten Planungsgruppe hervorgegangen. Der Bund beabsichtigt in den nächsten Jahren 2,5 Milliarden Euro in den Kanal zu investieren. Das neue Amt ist u.a. für den Ersatz der Levensauer Hochbrücke, den Ausbau der Oststrecke und die Vertiefung des gesamten Kanals um einen Meter zuständig. Wesentlich ist ebenfalls der Schleusenbau in Brunsbüttel und Kiel und damit auch die Organisation der Sanierung der bereits 1914 eingeweihten großen Schleusen in Kiel und Brunsbüttel. Dies bietet bei entsprechenden Ausschreibungen sicher geschäftliche Anknüpfungspunkte.
Das Wasserstraßen Neubauamt Nord-Ostsee-Kanal untersteht dem Wasserstraßen und Schifffahrtsamt NOK, das aus den beiden bisherigen Wasserstraßen- und Schifffahrtsämtern Kiel-Holtenau und Brunsbüttel zusammengelegt wurde. Diese Behörde wird jetzt von Detlef Wittmüß geführt, dem an den Standorten Kiel und Brunsbüttel insgesamt etwa 800 Mitarbeiter unterstellt sind. Ausgelöst wurde der Umbau durch die Reform der Schifffahrtsverwaltung 2013. Dabei wurden die 39 bisherigen Ämter durch Zusammenschlüsse zu 17 neuen Ämtern umstrukturiert. Im Oktober war an der Ostseeküste so aus den beiden Ämtern Lübeck und Stralsund das Amt Ostsee geworden.