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Rohstoffsicherung

MWIDE - Workshop Rohstoffstudie – Auftakt NRW-Rohstoffstrategie

Das nordrhein-westfälische Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie (MWIDE) hat zum Jahresbeginn eine gemeinsam mit dem RWI-Leibniz-Institut erstellte Studie zur Rohstoffversorgung der Industrie in NRW veröffentlicht.

In einem Anschlusstermin am 24.03.2022 wurden die dortigen Ergebnisse gemeinsam mit Vertretern von Behörden, Kammern und Verbänden diskutiert. Thematisiert wurden die aktuelle Bestandsaufnahme mit der Perspektive bis 2035 sowie mögliche Schlussfolgerungen und Konsequenzen aus der Studie.

Adressiert wurden die bestehenden Rohstoffbedarfe, insbesondere der heimischen Industrie. Hierzu soll weiterhin ein Dreiklang aus Import, der Gewinnung heimischer Rohstoffe und der Stärkung der Kreislaufwirtschaft / Sekundärrohstoffe verfolgt werden. NRW will sich mit allen drei Bereichen zugleich befassen und eine übergreifende Strategie entwickeln.

vero hat hier weiter für die Positionen der mineralischen Rohstoffwirtschaft geworben. Dabei wurde zunächst darauf hingewiesen, dass die derzeit bestehenden und voraussichtlich weiter entwickelnden Bedarfe aktuell und absehbar nicht durch Recycling allein gedeckt werden können. Viel mehr werden auch weiterhin sowohl Primär- als auch Sekundärrohstoffe erforderlich sein. Zur weiteren Entwicklung seien im Bereich der Zirkulären Wirtschaft auch höhere Investitionen im Bereich F&E angezeigt. Das jüngst novellierte Landeskreislaufwirtschaftsgesetz enthalte einige begrüßenswerte Ansätze, bliebe jedoch noch hinter seinen Möglichkeiten zurück. Vor allem eine Norm zur Einklagbarkeit entsprechender öffentlicher Ausschreibungen könnte hier die Position der Sekundärmaterialien weiter stärken.

Die diskutierten Fragen sollen in Zukunft weiter vertieft werden. Angedacht ist neben der Schaffung eines „Think Tanks“ auch die Konzipierung einer eigenen NRW-Rohstoffstrategie. Hier sollten ggf. alle einzelnen Maßnahmen zur Unterstützung der heimischen Rohstoffgewinnung (FuE-Förderung, ökonomische Anreize, Setzung rechtlicher Rahmenbedingungen, Beratung, Landes- und Regionalplanung usw.) eingehen und optimal aufeinander abgestimmt werden. Die NRW-Strategie soll als Ergänzung zur nationalen und zur europäischen Rohstoffstrategie gesehen werden und insbesondere auch strategische Vorschläge für die nächste Legislatur enthalten.

Gerne können Sie uns Ihre Anregungen und Vorschläge hierzu unter schulte-wrede@baustoffverbaende.de zukommen lassen. Wir werden diese dann gebündelt und ggf. anonymisiert an das MWIDE weiterleiten.